Ein Instrument ist ein Gerät zur Bestimmung der Größe oder des Wertes der zu messenden Größe. Die Messgröße kann Spannung, Strom, Leistung, Energie und mehr sein. Im Großen und Ganzen unterteilen wir die Instrumente in zwei Kategorien: absolute und sekundäre Instrumente.
Absolute Instrumente:
Absolutinstrumente, auch „Primärinstrumente“ genannt, sind Geräte, die eine Größe direkt messen, ohne auf externe Referenzen angewiesen zu sein. Sie basieren auf grundlegenden physikalischen Prinzipien und Konstanten und sind damit der Standard, anhand dessen andere Instrumente kalibriert werden.
Anwendungen:
Primärinstrumente werden häufig in Forschungslabors, Metrologieinstituten und anderen Umgebungen eingesetzt, in denen ein Höchstmaß an Genauigkeit erforderlich ist. Sie dienen als Benchmarks für die Kalibrierung sekundärer Instrumente und stellen sicher, dass die Messungen in verschiedenen Bereichen konsistent und zuverlässig sind.
Beispiele für Primärinstrumente sind:
Tangentengalvanometer: Misst elektrischen Strom, indem es den Strom mit dem Tangens des Ablenkwinkels der Spule in einem Magnetfeld in Beziehung setzt.
Potentiometer: Bestimmt die elektromotorische Kraft (EMF) einer Quelle durch Vergleich mit einer bekannten Spannung mithilfe einer Nullabgleichsmethode.
Sekundärinstrumente:
Sekundärinstrumente bestimmen den Wert der zu messenden Größe direkt. Sie werden anhand von Primärinstrumenten oder anderen Standards kalibriert, um ihre Genauigkeit sicherzustellen.
Anwendungen:
Sekundärinstrumente werden häufig in industriellen Prozessen, bei der Qualitätskontrolle und bei Feldmessungen eingesetzt, bei denen ein hohes Maß an Genauigkeit erforderlich ist, die absolute Präzision von Primärinstrumenten jedoch nicht erforderlich ist. Sie sind für die Überwachung und Steuerung verschiedener Prozesse in der Fertigung, Energieerzeugung und Umweltüberwachung unerlässlich.

Sekundärinstrumente können in drei Haupttypen eingeteilt werden:
Anzeigeinstrumente: Diese liefern Momentanwerte der gemessenen Größe, z. B. Voltmeter, Amperemeter und Thermometer.
Aufzeichnungsgeräte: Diese zeichnen den Wert der gemessenen Größe im Zeitverlauf auf und sind nützlich für die Trendanalyse und die Überwachung von Lastschwankungen, z. B. Diagrammschreiber und Datenlogger.
Integrierende Instrumente: Diese messen die Gesamtmenge einer Menge über einen Zeitraum, z. B. Energiezähler und Summierer.
Sekundärinstrumente bieten mehrere Vorteile, wie z. B. Benutzerfreundlichkeit, schnelle Reaktionszeiten und geringere Kosten im Vergleich zu Primärinstrumenten. Allerdings haben sie auch einige Nachteile, darunter die Notwendigkeit einer regelmäßigen Kalibrierung und eine mögliche Abweichung der Genauigkeit im Laufe der Zeit.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Primär- und Sekundärinstrumente im Bereich der Messung und Instrumentierung eine wichtige Rolle spielen. Absolutinstrumente dienen als Referenzstandards und bilden die Grundlage für genaue Messungen, während Sekundärinstrumente praktische Lösungen für Routinemessungen in verschiedenen Branchen bieten. Zum Beispiel,Drucksensoren, FüllstandsensorenUndDurchflussmessersind wichtige Sekundärinstrumente in der industriellen Automatisierung und Prozesstechnik. Das Verständnis der Eigenschaften, Anwendungen und Anforderungen ist für Fachleute von entscheidender Bedeutung, um fundierte Entscheidungen zu treffen und die Zuverlässigkeit ihrer Messdaten sicherzustellen.
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